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25.07.2015, 14:17 Uhr | ib Übersicht | Drucken
Energiewende ganz praktisch gestalten
Die CDU Neulußheim zu Gast bei den Stadtwerken Speye


Die Energiewende: Weg von Atomstrom und fossilen Energieträgern, hin zu Energie aus erneuerbaren Energiequellen: Der Weg dorthin führt über die Kommunen! Diese Information nahmen die Vertreter des CDU-Gemeindeverbandes Neulußheim von ihrem Besuch bei den Stadtwerken Speyer mit auf die badische Rheinseite.


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Schon bei der Begrüßung durch den Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger und Wolfgang Bühring, den Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer, machten beide deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden rechts und links des Rheins ist. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken Speyer und der Stadt Speyer als alleinige Gesellschafterin ist auch die wesentliche Basis dafür, dass in Speyer konsequent auf vielen Ebenen an der Umsetzung der Energiewende gearbeitet wird. Die verschiedenen Aktivitäten sind unter dem Logo „KISS“ -Umweltinitiative der Stadt Speyer- zusammengefasst. Bis zum Jahr 2030 sollen Strom, bis zum Jahr 2040 auch Wärmeenergie komplett regenerativ erzeugt werden. Selbstverständlich betreiben auch die Stadtwerke Speyer Photovoltaik- oder Windenergieanlagen. Gleichzeitig haben sie aber auch viele andere Möglichkeiten zur Energiegewinnung entwickelt. So hatten die Gäste aus Neulußheim die Gelegenheit, einen Blick in die Nahwärmezentrale Normand zu werfen. Der große Holzhackschnitzelkessel deckt die Energieversorgung des angrenzenden Wohngebietes und Einzelhandels. Bei dem hierfür benötigten Holz handelt es sich um Abfallholz aus den umliegenden Wäldern und teilweise sogar um Schnittabfälle der Stadtgärtnerei. Im Sommer reicht die im großen Pufferspeicher gesammelte Solarwäre aus, um ausreichend Warmwasser zur Verfügung zu stellen. Auch kleinere Blockheizkraftwerke sind ein wesentlicher Baustein zur Sicherung der Energieversorgung. Besonders im Winter ergänzen sie die Photovoltaikanlagen und produzieren gleichzeitig die benötigte Heizwärme. Ein solches Blockheizkraftwerk betreiben die Stadtwerke Speyer seit neuestem in Neulußheim und versorgen damit 18 Reihenhäuser. Intelligent genutzt wird das Abwasser, das in der Nähe der Speyerer Hafenvillen durch einen großen Abwasserkanal fließt: Die im Abwasser enthaltene Wärme kann mittels einer Wärmepumpe von den Bewohnern wieder genutzt werden. Innovative Wege gehen die Stadtwerke auch beim eigenen Fuhrpark, der zum Teil mit Erdgas oder Strom betrieben wird. Dass die Stadtwerke dabei auch die benötigten Tankstellen zur Verfügung stellen, ist da nur folgerichtig. Wie günstig die Unterhaltskosten bei einem im Stadtverkehr betriebenen Elektroauto sind, erläuterte Bühring am Beispiel des Fahrzeuges, das zur Parkraumbewirtschaftung eingesetzt wird: Während beim Alt-Fahrzeug regelmäßig das Getriebe erneuert werden musste, entfallen diese Reparaturen beim E-Auto. Großes Potenzial sehen die Stadtwerke auch bei der Nutzung des in Kläranlagen anfallenden Klärschlamms, denn das dabei entstehende Klärgas kann wie Erdgas genutzt werden. Auf Gas setzen sie auch bei der oft diskutieren Versorgungssicherheit: Dank „Power to Gas“ kann mit Wind- oder Solarstrom Gas produziert werden, das in die bereits bestehenden Erdgasspeicher eingeleitet und später bedarfsgerecht wieder entnommen werden kann. Beeindruckt von den vielen Möglichkeiten zeigten sich neben Bürgermeister Stellvertreter Norbert Jakobi und Gemeinderätin Ingeborg Bamberg, die den Besuch organisiert hatte, auch alle anderen Gäste. Denn auch in Neulußheim ist manche Idee umsetzbar, die nicht nur die Gemeindekasse, sondern auch die Umwelt schont.
ib


| Andreas Sturm, 06.11.2016, 21:01 Uhr

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