Kommunalpolitik auf vier Rädern:
Bei einer kommunalpolitischen Fahrradtour nahm die CDU Neulußheim aktuelle Vorhaben und Herausforderungen im Ort in den Blick. Fraktionsvorsitzender Thomas Birkenmaier erläuterte an vier Stationen die Planungen und Hintergründe. Mit dabei waren auch die Gemeinderäte Claudia Piorr, Ria Lehmayer und Andreas Sturm.
Erste Station war ein gemeindeeigenes Grundstück am Feldesrand im Neubaugebiet Zeppelinstraße. Da es momentan durch die gefallenen Grundstückspreise schwieriger sei das Grundstück im Gesamten zu veräußert besteht der Plan es in drei kleinere Grundstücke aufzuteilen, um den Bau von Reihenhäusern oder einer Doppelhaushalte zu ermöglichen. Gestiegene Baukosten, höhere Finanzierungskosten und Kaufnebenkosten erschweren vielen Menschen den Erwerb von Wohneigentum. Zugleich liegen die Kaufpreise in umliegenden Kommunen wie Schwetzingen noch deutlich höher.
An der Ecke Am Pfarrgarten und der Schulstraße stand die angespannte Parksituation im Mittelpunkt, die Anwohner und Gemeinde beschäftigt. Eine eigens beauftragte Untersuchung erstreckte sich über das Gebiet im Quartier Hockenheimer Straße / Friedrichstraße. Ein Ergebnis: Würden Parkplätze eingezeichnet, würde sich die Zahl der vorhandenen Parkmöglichkeiten etwa halbieren. Zusätzlichen Druck erzeugt die anderweitige Nutzung von Garagen, wenn Fahrzeuge deshalb auf der Straße abgestellt werden. Das Untersuchungsbüro verwies darauf, dass andere Gemeinden vor ähnlichen Problemen stehen, wenn auch die Parkplatzproblematik im Vergleich zu ähnlichen Kommunen weniger angespannt sei. Zugleich gibt es in der St.-Leoner-Straße gegenüber dem Rathaus freie Parkplätze. Die CDU-Gemeinderäte sind der Ansicht, dass es momentan keine weiteren Maßnahmen geben soll, da dies mit erheblichen Einschnitte für alle Bewohnerinnen und Bewohner verbunden wäre. Zugleich könne man mit Rücksichtnahme viel erreichen.
An der Waghäuseler Straße ging es um die geplante Neuordnung des gesamten Areals. Vorrangig soll der Radweg ausgebessert beziehungsweise saniert werden. Während der Wall erhalten bleiben soll, ist eine schmalere Fahrbahn vorgesehen, um Platz für Parkplätze und einen Radweg zu schaffen. Auch eine Verkehrsinsel ist im Gespräch. Die Berliner Straße soll angebunden werden; an die Stelle der Ampel soll ein Fahrradüberweg treten. Drei kleine Baugrundstücke, die durch die Neuordnung entstehen können, könnten mit ihrem Verkauf zur Finanzierung der Maßnahme beitragen.
Den Abschluss bildete die Rolf-Heidemann-Halle. Die Gemeinde hat die Multifunktionshalle saniert, wobei der private Förderer Rolf Heidemann ein Viertel der Kosten übernahm. Weitere Verbesserungen sind vorgesehen: Die Außenanlagen sollen zusätzlich begrünt und der Abgang zur Kegelhalle mit einer Beleuchtung ausgestattet werden.